· Pressemitteilung

Erste Hilfe virtuell erleben

DRK-Mitarbeiter legt Frau eine VR-Brille an, die Frau hält einen Controller in der Hand
Foto: DRK-Wetzlar

Beim diesjährigen Gesundheitstag der GWAB (Gesellschaft für Wirtschaftsförderung, Ausbildungs- und Beschäftigungsinitiativen) hat das Rote Kreuz Wetzlar erneut auf die Bedeutung lebensrettender Erste-Hilfe-Maßnahmen aufmerksam gemacht.

Dabei ging es Nico Dietrich, Sachgebietsleiter Breitenausbildung beim DRK Wetzlar, nicht allein um die theoretische Vermittlung von Erste-Hilfe-Maßnahmen, sondern vor allem darum, diese auch aktiv zu erleben. Zum Einsatz kam dabei eine VR-Brille. VR steht für „Virtual Reality“ und bedeutet „virtuelle Realität“.

Notfälle hautnah erleben

VR-Brillen werden auch in der Erste-Hilfe-Ausbildung eingesetzt, um realistische Notfallsituationen zu simulieren und das praktische Training zu ergänzen. Die virtuelle Umgebung ermöglicht es, Unfallszenarien mit akustischer Untermalung zu erleben und so auf den Ernstfall vorzubereiten. Das Ganze erinnert ein wenig an ein Computer-Rollenspiel – nur dass hier keine Länder besiedelt, sondern Leben gerettet werden.

Handeln, ausprobieren, korrigieren
Die VR-Anwendung gibt während der Übung unmittelbar Rückmeldung zum eigenen Handeln. Fehler können in der Simulation gemacht und anschließend korrigiert werden, ohne dass daraus reale Folgen entstehen. Durch das praktische und interaktive Erleben sollen die vermittelten Inhalte besser im Gedächtnis bleiben und Hemmschwellen für das Helfen im Ernstfall abgebaut werden.

Vom Unfallort bis zur Wiederbelebung

Vom Eintreffen am Unfallort über das Anlegen der Warnweste und die Absicherung der Unfallstelle bis zum Absetzen des Notrufs und der Einleitung von Erste-Hilfe-Maßnahmen wird das Unfallszenario vollständig durchgespielt. Dazu gehört beispielsweise das Auffinden einer bewusstlosen Person, die stabile Seitenlage oder die Herz-Lungen-Wiederbelebung.

Theorie mit praktischem Nutzen

Theoretische Inhalte ergänzen das virtuelle Training: etwa die empfohlenen Abstände für ein Warndreieck – 50 Meter innerorts, 100 auf der Landstraße und 200 auf der Autobahn. Wie sich diese Strecke im Notfall abschätzen lässt? Anhand der Leitpfosten, die in Deutschland in der Regel 50 Meter auseinanderstehen.

Neben dem Thema Erste Hilfe bot der Gesundheitstag weitere Angebote zu den Themen Gesundheit und Prävention.

Das Rote Kreuz empfiehlt, Erste-Hilfe-Kenntnisse regelmäßig aufzufrischen – idealerweise alle zwei Jahre.

https://www.drk-wetzlar.de/kurse/erste-hilfe.html